Fratres und Sorores,
lange habe ich geschwiegen zu den Äusserungen der Soror Saint-Onge. Ich denke, dass jetzt das Mass voll ist und einmal ein deutliches Wort dazu gesagt werden muss. Die Art und Weise, wie diese Frau in Ihrem ersten Brief den Mitgliedern der Städtegruppe Stuttgart den Umzug in neue Räume madig machen wollte ist doch eine schiere Frechheit! "Hat man denn aus der Vergangenheit nichts gelernt?" Dieser Satz alleine stellt alle Fratres und Sorores der Gruppe auf eine Stufe mit den bekloppten Nazideppen schlechter Weltkriegs 2-Filme oder von pickelhaubenbewehrten wilhelminischen Schwachköpfen aus der Kaiserzeit.
Ich habe den Eindruck gewonnen, dass es dieser Frau nicht um das Wohl der Städtegruppe Stuttgart geht, sondern darum, verlorengegangenen Einfluss und damit die Macht über die Gruppe (wieder)zu gewinnen. Wie sonst ist jemand in der Lage solch einer Weise die psychologische Giftspritze aufzuziehen um eine Gruppe spalten zu wollen.
Würde jemand aus unseren Reihen eine solche Äusserung in ähnlicher Weise in einer französischen Loge von sich geben, man würde ihn oder sie mit Sicherheit achtkantig aus dem Tempel werfen.
Wenn Frau Saint-Onge sagt oder schreibt, dass sie die Gruppe verlassen würde, wenn aus dem Freimaurerhaus ausgezogen wird, so will sie damit der Gruppe die Verantwortung für Ihr Handeln zuschieben. Nicht mehr und nicht weniger.
Wenn Frau Saint-Onge auch nur einen Funken Anstand besitzt, so wird sie auch das tun, was sie angekündigt hat. Wir sollten uns die Unverschämtheiten dieser Dame mit Ihrem morbiden Geschmack nicht länger gefallen lassen.
Mit brüderlichem Gruss und immer noch dickem Hals
Ulrich Kipp