Lieber Uli,
Danke für Deine Zeilen. Du hast völlig recht mit dem, was Du schreibst.
Aber die Zeiten haben sich vielleicht mittlerweile zu ändern begonnen. Mich
hat das auch immer etwas bedrückt, zuletzt das Gespräch mit unserer
Colombenmater, die bemerkte, dass sie so, wie in Stuttgart, in der Regel n i
c h t aufgenommen wird, auch wenn sie als Beamtin der Großloge sozusagen in
offizieller Mission unterwegs ist. Wir haben bei der Leitertagung auch
darüber gesprochen, dass es doch mehr Austausch geben soll. Weißt Du, wir
sind einfach nicht viele, und wir können und müssen zusammenhalten, um zu
bewirken, was wir bewirken können. Deshalb auch der Gedanke unseres
Logenleiters. Sonst schrieben wir einfach eine Karte, legen etwas kleines,
aber unvergängliches bei und denken an die Brüder und Schwestern am Sonntag.
Gruß
DC
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Uli.Kipp(a)t-online.de [mailto:Uli.Kipp@t-online.de]
Gesendet: Dienstag, 7. März 2006 11:31
An: "Städtegruppe Stuttgart"
Betreff: Re: [Kuratorium] Logenerhebung Berlin
Hallo Dieter,
ist schon etwas hart - ja, aber die Kleinbürgerlichkeit war nicht auf Deine
Person bezogen. Ich persönlich finde es einfach etwas übertrieben, wenn da
ein Geschenk für eine Logenerhebung gemacht werden soll. Habe da eben einmal
im Archiv nachgeblättert, außer ein paar schlichten Karten und einem
geschmacklosen Telegramm kann ich nichts an Geschenken für unsere Gruppe
finden. Blumen - ja gut - aber bedenkt doch bitte, dass die halt doch nur
für einen Tag der Allgemeinheit dort zur Verfügung stehen. Eine schöne
Karte, versehen mit Glück- und Segenswünschen ist oft mehr als ein
Staubfänger an der Wand oder sonst wo.
Und im Übrigen - Berlin ist weit weg. Es ist für mich nicht nachvollziehbar,
dass wir uns einen Stress machen, weil dort eine Loge gegründet wird. Ich
kann mich nicht erinnern, dass schon mal jemand von der Berliner Gruppe bei
uns in Stuttgart war. Aber die Brüder und Schwestern aus Zürich, die waren
schon mehrfach hier, haben sich um die Freundschaft mit uns bemüht. Wer war
denn von uns schon mal in Zürich? Und das ist gerade mal schlappe 160 km von
uns weg!
Schön, dass niemand wegen meiner harschen Kritik in Depressionen verfällt.
Wie geht das?:-) ach ja, so geht das.
Mit brüderlichen Grüßen
Uli
<Dieterclass(a)aol.com> schrieb:
Das klingt hart. Ein Fernsehturm war deshalb mein Vorschlag, weil
1. Berlin selber einen hat - natürlich aber: als Zeichen der Verbundenheit??
2. der Fernsehturm Symbol des ersten Dt. AMORC-Konvents 1985 im Gustav
Siegle Haus war.
3. Der symbolische Charakter vielleicht nicht uninteressant sein dürfte.
Aber: o.K., gebe mich geschlagen, bin aber mindestens nicht kleinbürgerlich.
DC