Geneigter
Leser,
Im Herbst 1957 begann
die Städtegruppe Stuttgart des Alten und Mystischen Ordens vom Rosenkreuz AMORC
ihre Arbeit in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg. Heute, im Jahr 2007,
sind nun 50 Jahre vergangen und wir freuen uns über die Möglichkeit, mit diesem
Jubiläum auf eine so lange währende Geschichte
zurückzublicken.
1957 begann eine lange
Reise, welche durch von unterschiedlichen Akzente
geprägte Jahre und verschiedene Räume führte, in denen sich die Brüder
und Schwestern des AMORC trafen, um in rosenkreuzerischem Geist gemeinsam zu
arbeiten, zu lernen und zu studieren.
Meilensteine und
Wegbegleiter auf diesem Weg waren äußere Ereignisse, wie auch die
Unterstützung seitens der Großloge und das unermüdliche, innere Engagement der
Brüder und Schwestern selbst, welches die Gruppe bereits über eine so lange Zeit
zusammenhält.
Meilenstein war
beispielsweise 1985 der erste deutschsprachige Konvent des AMORC,
hier durchgeführt, unter dem Motto: Treffpunkt
Stuttgart. Dies war eine gemeinsame Arbeit der Großloge in
Baden-Baden, der Züricher Loge, sowie der Stuttgarter Städtegruppe. Das
Titelblatt der Naometria, einem
berühmten, in der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart archivierten
Werk des Magisters Simon Studion, fand sich auf dem Programmheft wieder. Die Naometria gehört zu den wichtigsten
rosenkreuzerischen Schriften. Lange Jahre verband sich die Stuttgarter
Städtegruppe als Simon Studion
Kapitel mit diesem besonderen Gelehrten aus dem Stuttgarter Raum, über den
so viel Kontroverses mitgeteilt und in der
Öffentlichkeit bekannt wurde.
1998 wurde der
Stuttgarter Städtegruppe der besondere Status einer Loge des AMORC verliehen.
Heute steht sie als eine der Logen des Ordens im deutschsprachigen
Raum als festes Glied einer stabilen Kette den Brüdern und Schwestern zur
Verfügung. Traditionell bestehen enge Verbindungen zwischen Stuttgart und den
Brüdern und Schwestern in der Schweiz, die gerade in den 70iger und 80iger
Jahren beim Aufbau manche
Hilfestellung vor Ort leisteten, parallel zur nicht ermüdenden Hilfe
seitens unserer Großloge in Baden-Baden.
Seit Beginn der
Städtegruppe treffen sich die Mitglieder von Stuttgart in angemieteten
Räumlichkeiten, zuletzt im Logenhaus der Stuttgarter
Freimaurer, bis die Gruppe im Jahr 2003 endlich Räume beziehen durfte,
die sie nun alleine nutzen kann, um ungestört die besonderen
rosenkreuzerischen Zeremonien erarbeiten zu können, die mit dem Auftrag und
Status einer Loge des Ordens verbunden sind. Andererseits tritt der Orden seit
1989 verstärkt an die Öffentlichkeit. Entsprechend werden auch regelmäßige
öffentliche Veranstaltungen in den Räumen angeboten. Auch bei den Stuttgarter
Buchwochen hält die Städtegruppe regelmäßig einen Vortrag, um das
rosenkreuzerische Gedankengut bekannt und dem Interessierten zugänglich zu
machen.
In einer sich schnell
wandelnden Zeit, die sich vor gewaltigen Wertediskussionen einerseits und
Aufgabenstellungen hinsichtlich Fragen der Existenzsicherung andererseits sieht,
ist es das Bestreben der Rosenkreuzer, präsent zu sein, mit all ihrem Wissen,
ihren Traditionen und Überlieferungen. Diesem Auftrag sieht sich auch die
Stuttgarter Städtegruppe des Ordens weiterhin verpflichtet, seit Beginn ihrer
langen Reise im Jahr 1957.